Tierrechte Aktiv
Tiergarten Straubing
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Demo Tiergarten Straubing

Alfons

wütend und verhaltensgestört

Lutz

krank und verhaltensgestört 

Sebastian

seit vielen Jahren in Einzelhaft

Die Löwenanlage

Volksbildung und Artenschutz(?) mit lebendem Inventar in Vitrinenhaltung

Makakenanlage

Hier vegetieren seit Jahren die Makaken

Der Tiergarten Straubing

hat eine lange Tradition. 2008 feiern die Tiergartenbetreiber ihr 70-jähriges Jubiläum. Für die Tiere aber ist dies kein Grund zum Feiern. Die Ignoranz und Blindheit gegenüber den Leiden der exotischen Tiere ist allgegenwärtig. Die Verantwortlichen wollen es aber gar nicht wissen. Wegschauen gegenüber Unrecht hat eben auch eine lange Tradition. Für die Tiergartenbetreiber und den Tiergartenfreunden ist das Wohl der Tiere nicht vorrangig, sie wollen eine funktionierende Vergnügungsstätte, einen Touristenanziehungspunkt. Dass für ihre Ziele Tiere gefangen gehalten, ihres Lebens beraubt und gnadenlos vermarktet werden, nehmen sie gar nicht zur Kenntnis. Ihr Blick ist starr auf Besucherzahlen und Umsatz gerichtet. Den Leiden der Tiere stehen sie in der Regel gleichgültig gegenüber.

Auch die ortsansässigen Medien unterstützen dieses Unrecht, indem sie kritiklos und wider besseren Wissens sogar Gegensätzliches berichten.  

Die Tiere werden Zurschaugestellt, ausgebeutet und müssen ein tristes Leben hinter Isolierglasscheiben, Gitterstäben, in Vitrinen mit PVC-Böden, gestrichenen Betonwänden und Kunstlicht verbringen. Die Betreiber und Nutznießer des Tiergartens haben keine vernünftigen Argumente, die die Gefangenhaltung der Wildtiere rechtfertigen. Deshalb wird den meist wenig interessierten und informierten Besuchern permanent das Märchen von "Artenschutz" und "Volksbildung" vorgegaukelt.    

Der Tiergarten Straubing sieht sich auch gerne auf Augenhöhe einiger größerer Zoos, verkennt aber, dass es sich hierbei um einen Provinzzoo handelt, der überregional kaum Bedeutung hat. Die Bevölkerung und ihre Volksvertreter wollen ebenfalls das Schicksal der eingesperrten Tiere, allen voran den Exoten, nicht wahrhaben und berufen sich in der Regel auf die lange Tradition

„das machen wir doch schon immer so.

In den Tiergarten wird viel Geld investiert, auch wenn nicht immer erkennbar ist, woher dieses stammt. Investiert wird aber nur in neue, prestigeträchtige Objekte. Die vorhandenen Tieranlagen werden kaum verändert oder zumindest den neuen, zwar ungenügenden und aus Sicht des Tierschutzes weitgehendst abzulehnenden Mindestanforderungen, angepasst. Tiger und Löwen vegetieren in Vitrinen. Schimpansen werden in viel zu kleine Gehege eingesperrt. Die Böden und Wände der Zellen sind pflegeleicht mit Kunststoff beschichtet.

In den Tiergarten Straubing abgeschoben zu werden, bedeutet für exotische Tiere ein schlimmes Schicksal.

Im Sommer können die Tiere wenigstens das Freigelände nutzen, aber in der kalten Jahreszeit verbringen die exotischen Tiere die Zeit in vollkommen unnatürlicher Umgebung. Kunstlicht, Glasscheiben, Betonböden, künstliche Heizung, Gitterstäbe, warten auf die Futterration, daraus besteht die Welt der Tiere im Tiergarten Straubing. Sie werden zum bloßen Ausstellungsstück. Frustration, Langeweile, Verhaltensstörungen und Wahnsinn sind der einzige Ausweg für die Tiere dieses trostlose Dasein zu ertragen.

Artenschutz? Volksbildung? Zoos gaukeln eine heile Welt vor, stellen aber verhaltensgestörte Tiere als "normal" aus und vermitteln niemals ökologische Zusammenhänge. Sie reißen die Tiere aus ihrem Lebensraum, geben diesen der Zerstörung preis, sperren die Tiere in eine vollkommen unnatürliche Umgebung und dezimieren damit freilebende Tierbestände.

Nur die Erhaltung der natürlichen Lebensräume der Tiere schafft die notwendige Vorraussetzung um auch deren Überleben zu sichern.

Der Tiergarten Straubing ist keine Arche Noah – er ist die Titanic für Wildtiere !

 

 

 


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