Tierrechte Aktiv
Interviews mit Jägern
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Landesjägertag 2004 in Straubing

Interviews im Straubinger Tagblatt vom 22.03.2004.

Der Jäger ist der kleine, rechte Finger der Natur. Die Jäger sind sich einig: Jagd als Hobby oder Leidenschaft, jedenfalls nicht aus Lust am Töten.

Anmerkung Administrator:
Hl. Hubertus hilf ihnen !

Hubertus Wimmer

55 Jahre, aus Haselbach, Niederbayern: "Für mich ist die Jagd ein Hobby und ich betreibe sie nun seit dreißig Jahren. Die Tiere, die ich erlege, tun mir meistens sehr leid, aber oft muss es einfach sein. Es sind meist alte und kranke Tiere, die alleine in der Natur nicht mehr überleben könnten. Bei der Jagd fasziniert mich auch ganz besonders die ganze Natur. Jagd ist in erster Linie ein Naturerlebnis. Meine spannendste Jagd war während einer Reise nach Kanada, bei der ich zwei Bären schoss."  

Marianne Hofstätter

42 Jahre, Landshut, Niederbayern: "Ich bin seit vier Jahren Jägerin. Die Jagd kann man nicht als Hobby betreiben, denn es ist viel mehr. Man jagd nicht aus Schießwut, sondern aus Naturverbundenheit. Man versucht, die Zusammenhänge in Flora und Fauna zu erkennen und greift nur in Notfällen als Regulator ein. Jagd ist nicht zerstören, sondern Hege und Pflege von Natur und Tierpopulationen. Mittlerweile interessieren sich auch immer mehr Frauen für die Jagd." 

Eduard Falter

60 Jahre, Drachselsried, Niederbayern: "Die Jagd hat mich vor 43 Jahren in ihren Bann gezogen und seit dem nicht wieder losgelassen. Jede Jagd ist etwas besonderes und unterscheidet sich von der vorhergehenden. Sie hat für mich auch einen großen Erholungswert. Viele glauben, dass die Jagd nur die Lust am Töten sei, aber ein Jäger erledigt nicht wahllos Tiere, sondern, er erschießt nur sehr gezielt einige wenige, die sonst meist nur einen qualvollen Tod in Aussicht hätten."  

Günther Eggersdorfer

55 Jahre, Oberaichbach, Niederbayern: Ich bin seit 20 Jahren Jäger, und meine Hunde Calla und Meika begleiten mich zu jeder Jagd. Man kann die Jagd nicht als Hobby sehen, denn es geht über die Entscheidung über Leben und Tod bei Tieren. Es ist vielmehr eine Leidenschaft. Manche Tiere tun mir schon leid, aber die erlege ich dann nicht. Bei der Jagd hatte ich bisher nur schöne Erlebnisse. Sie hat mich im Gegensatz zum Beruf noch nie frustriert. 

Achim von Draminski,

52 Jahre, München, Bayern: "Die Jagd ist für mich seit 15 Jahren Leidenschaft und Passion. Wenn es einen einmal gepackt hat, lässt es ihn nie wieder los. Bei der Jagd ist man selbst ein Teil der Natur. Wenn man zum Beispiel Jungfüchse schiessen muss, weil sonst die Population zu gross werden würde und ein Chaos die Folge wäre, ist das keine Freude, aber es muss zum Wohle der anderen Tiere und des Naturkreislaufs sein. Der Jäger ist der kleine Finger der Natur."  


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